Nagelpilz

Charakteristisch für Nagelpilz sind weisslich gelbe Verfärbungen an den Nägeln, Verdickung der Nagelsubstanz, Abhebung vom Nagelbett und bröseliges Aussehen. Dabei sind Zehen häufiger betroffen als Finger. Dies ist gerade in der Sandalenzeit mehr als nur ein kosmetisches Problem. Nagelpilz muss auf jeden Fall behandelt werden, denn von allein verschwindet die Nagelmykose nicht.

Bei der Selbstbehandlung gilt, dass nur wenn weniger als die Hälfte eines Nagels und nicht mehr als drei Nägel befallen sind, eine lokale Behandlung erfolgen sollte. Ist nur der obere Teil des Nagels betroffen gilt dies als vergleichsweise unkompliziert.

Zur lokalen Behandlung rät das Apothekenteam zu topischen Antimykotika z.B. mit dem Wirkstoff Amorolfin. Damit der Arzneistoff in den Nagel geht und dadurch das Pilzwachstum hemmen kann, ist eine spezielle Galenik erforderlich. Wasserfeste Nagellacke werden 1-2 mal pro Woche aufgetragen. Dabei müssen die Reste der alten Lackschicht entfernt und erkrankte Nagelteile mit Einmalfeilen abgefeilt werden. Wasserlösliche Nagellacke wie Ciclopoli werden dagegen durch normales Waschen abgespült. Sie wirken pilzhemmend und fungizid.

Die Behandlung muss in der Regel mehrere Monate lang durchgeführt werden. Auf atmungsaktive Socken und nicht zu enge Schuhe sollte geachtet werden, damit den Pilzen nicht ermöglicht wird, bei kleinen Verletzungen in Haut und Nägel einzudringen.

Handtücher, sowie Socken sind täglich zu wechseln und bei 60 Grad Celsius zu waschen. Das Apothekenteam empfiehlt ausserdem einen Desinfektionsspray für die Schuhe zu verwenden.

Gut versorgt und mit viel Geduld ausgestattet, ist eine Behandlung erfolgreich.