Aktinische Keratose

Langjährige, intensive UV Strahlung führt zu vermehrtem Wachstum der Keratinozyten und einer chronischen Schädigung der verhornten Epidermis. Betroffen sind vor allem Kopfbereich, Hände, Unterarme oder Rücken. Bei Menschen mit hoher UV-Exposition, häufigen Sonnenbränden in der Kindheit, Männern und älteren Menschen ist das Risiko erhöht.

In der frühen Phase ist die aktinische Keratose gut behandelbar. Die zuerst unscheinbaren, rötlich braunen Hautveränderungen verdicken mit der Zeit, erscheinen rau und mit feinen weisslichen Schuppen. Dies wird auch als Präkanzerose bezeichnet. Langfristig können veränderte Zellen in tiefere Gewebeschichten vordringen und ein Plattenepithelkarzinom entstehen lassen.

Durch Einstufung der Erkrankung mittels Scores kann eine individuelle Therapie geplant werden. Neben Arealgrösse, Anzahl Läsionen, Lokalisation und Grad der Verhornung sollten Begleiterkrankungen, Alter und Wunsch der Patienten berücksichtigt werden. Eine Therapie kann operativ, mechanisch (Abschleifen), photodynamisch oder mit topischen Arzneimitteln erfolgen.

Während der lokalen, tropischen Arzneimitteltherapie sollte die Sonneneinwirkung vermieden werden. Die entsprechenden Hautareale werden vor der Behandlung mit milder Seife und Wasser gewaschen und vorsichtig abgetrocknet. Der Kontakt mit Lippen, Schleimhäute, Augen, Ohren, Naseneingang sowie offenen Wunden ist zu vermeiden. Der gewollte Effekt bei der Behandlung kann Rötungen, Entzündungen, Brennen, Schmerzen wie auch nässende Erosionen und Schwellungen hervorrufen. Diese Reaktionen sind der Beleg für die pharmakologische Aktivität der eingesetzten Wirkstoffe.

Der beste Schutz vor der Erkrankung für gefährdete Personen ist entsprechende Kopfbedeckung, Kleidung und konsequente, tägliche Anwendung von Sonnenschutzprodukten mit LSF von > 50.