Süsse Verlockungen, gerade in der Vorweihnachtszeit mit Guezli, Glühwein und Biberli sind gross. Die WHO empfiehlt gerade mal 5- max. 10 Teelöffel freien Zucker pro Tag. Damit sind alle Zuckerarten, die in Speisen, Getränken, aber auch jener Zucker, der natürlich in Honig, Fruchtsäften und Sirupen vorkommt, gemeint.
Prädiabetes ist eine Vorstufe von Diabetes Typ 2. Dabei liegen leicht erhöhte Blutglucosewerte vor. Die Glucose im Blut kann mit Proteinen, z.B. dem sauerstofftransportierendem Hämoglobin, reagieren. Dieses glykierte Hämoglobin, gemessen am Gesamthämoglobin, wird als Langzeitzuckerwert oder HbA1c-Wert bezeichnet. Ein erhöhter Wert kann ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenleiden oder Sehstörungen sein.
Aus Risikofaktoren wie Übergewicht und inaktivem Lebensstil können sich solche Diabetesformen entwickeln. Um die Blutzuckerwerte wieder zu normalisieren, ist vielfach eine Lebensstiländerung notwendig. Damit kann manifester Diabetes verhindert oder verschoben werden.
Die Ernährung sollte ballaststoff- und eiweissreich, aber kohlenhydratarm sein. Am besten ist es, die Süssschwelle Schritt für Schritt durch Verzicht zu senken. Um langfristig Erfolge zu erzielen sind hochwertige Proteine wichtig. Diese sättigen langanhaltend und erhöhen den Blutzucker- und Insulinspiegel nur gering. Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Eier und Hülsenfrüchte sind verschiedene Eiweissquellen.
Ballaststoffe sättigen und lassen den Butzuckerspiegel nach dem Essen langsamer ansteigen. Vollkornprodukte können z.B. mit Weizenkleie, Flohsamenschalen oder Leinsamen ergänzt werden. Auch Obst und Gemüse enthalten Ballaststoffe. Personen mit Prädiabetes sollten den Schwerpunkt jedoch auf Gemüse legen.
Das Ernährungskonzept muss für die Betroffenen langfristig geeignet sein, sodass die Ernährungsweisen möglichst zu deren Alltag passen.

